Körperliche Langzeitfolgen von Krebserkrankungen

Artikel
Autor(en)
PD Dr. med. Georgia Schilling, Lisa Ernst
Publikationsdatum
03. April 2023
Zeitschrift
Forum

Beschreibung

Zusammenfassung

Die Anzahl der Lang­zeit­über­le­ben­den mali­gner Erkran­kun­gen nimmt ste­tig zu. Dies ist auf die ver­bes­ser­te (Früh‑)Diagnostik, Wei­ter­ent­wick­lung und Opti­mie­rung mul­ti­mo­da­ler The­ra­pie­an­sät­ze und auf die Ein­füh­rung neu­er Sub­stanz­klas­sen zurück­zu­füh­ren. Gleich­zei­tig wächst dadurch aber auch die Grup­pe der Patient:innen, die an kör­per­li­chen und psy­cho­so­zia­len Lang­zeit­fol­gen der Krebs­the­ra­pien oder der Erkran­kung selbst lei­den oder mit chro­ni­schen Neben­wir­kun­gen unter Lang­zeit­the­ra­pien leben müs­sen. Jede The­ra­pie­form, ganz gleich ob Bestrah­lung, Ope­ra­ti­on, Chemo‑, Immun‑, ziel­ge­rich­te­te und auch endo­kri­ne The­ra­pie, kann kör­per­li­che Lang­zeit­fol­gen nach sich zie­hen, die jeden Teil des Kör­pers betref­fen kön­nen und die Patient:innen stark belas­ten. Lang­zeit­fol­gen und Spät­kom­pli­ka­tio­nen müs­sen ver­mehrt the­ma­ti­siert und wahr­ge­nom­men wer­den. Zusätz­lich bedarf es suf­fi­zi­en­ter Behand­lungs­stra­te­gien, flä­chen­de­cken­der Ver­sor­gung und Stu­di­en, die ver­schie­de­ne Inter­ven­tio­nen und Behand­lungs­stra­te­gien untersuchen.