Beschreibung
Im aktuellen Band der DGHO-Gesundheitspolitischen Schriftenreihe ist das Positionspapier des Arbeitskreises Onkologische Rehabilitation (AKOR) erschienen, verfasst von Georgia Schilling, Imke Strohscheer und Mario Schubert. Die onkologische Rehabilitation und Anschlussheilbehandlung wird darin als dritte Versorgungssäule neben stationärer und ambulanter Tumormedizin beschrieben. Sie markiert zugleich den Beginn von Nachsorge und „Cancer Survivorship“.
Viele Betroffene sind in dieser Phase besonders motiviert, ihren Lebensstil zu verändern, etwa durch mehr Bewegung, Nikotinkarenz oder Stressbewältigung. Dieser „teachable moment“ sollte systematisch genutzt werden. Die Evidenz, etwa aus der CHALLENGE-Studie beim Kolonkarzinom, unterstreicht den prognostischen Nutzen strukturierter körperlicher Aktivität.
Angesichts von über 500.000 Krebsneuerkrankungen jährlich, aber nur rund 124.000 DRV-Reha-Leistungen, fordert das Papier eine bessere Inanspruchnahme, systematisches Reha-Screening, die Verankerung in Zertifizierung und Leitlinien sowie strukturierte Nachsorgeprogramme.
