Die Bedeutung der onkologischen Rehabilitation/AHB als „teachable moment“ in der Tertiärprävention von Tumorerkrankungen

Positionspapier des Arbeitskreises Onkologische Rehabilitation (AKOR) der DGHO

Kongressbeitrag
Autor(en)
Schilling G, Strohscheer I, Schubert M
Herausgeber
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)
Publikationsdatum
28. September 2026
Sprache
Deutsch
Zeitschrift
Gesundheitspolitische Schriftenreihe der DGHO
Band / Heft
Bd. 23
Seiten
46-49
Veranstaltung
DGHO-Frühjahrstagung 2026
Veranstaltungsort
Berlin
Veranstaltungsdatum
13. März 2026
Kongressband
Krebs: Neue Wege der Prävention, Früherkennung und frühen systemischen Therapie

Beschreibung

Im aktu­el­len Band der DGHO-Gesund­heits­po­li­ti­schen Schrif­ten­rei­he ist das Posi­ti­ons­pa­pier des Arbeits­krei­ses Onko­lo­gi­sche Reha­bi­li­ta­ti­on (AKOR) erschie­nen, ver­fasst von Geor­gia Schil­ling, Imke Stroh­scheer und Mario Schu­bert. Die onko­lo­gi­sche Reha­bi­li­ta­ti­on und Anschluss­heil­be­hand­lung wird dar­in als drit­te Ver­sor­gungs­säu­le neben sta­tio­nä­rer und ambu­lan­ter Tumor­me­di­zin beschrie­ben. Sie mar­kiert zugleich den Beginn von Nach­sor­ge und „Can­cer Survivorship“.

Vie­le Betrof­fe­ne sind in die­ser Pha­se beson­ders moti­viert, ihren Lebens­stil zu ver­än­dern, etwa durch mehr Bewe­gung, Niko­tin­ka­renz oder Stress­be­wäl­ti­gung. Die­ser „teacha­ble moment“ soll­te sys­te­ma­tisch genutzt wer­den. Die Evi­denz, etwa aus der CHALL­ENGE-Stu­die beim Kolon­kar­zi­nom, unter­streicht den pro­gnos­ti­schen Nut­zen struk­tu­rier­ter kör­per­li­cher Aktivität.

Ange­sichts von über 500.000 Krebs­neu­erkran­kun­gen jähr­lich, aber nur rund 124.000 DRV-Reha-Leis­tun­gen, for­dert das Papier eine bes­se­re Inan­spruch­nah­me, sys­te­ma­ti­sches Reha-Scree­ning, die Ver­an­ke­rung in Zer­ti­fi­zie­rung und Leit­li­ni­en sowie struk­tu­rier­te Nachsorgeprogramme.